SEBASTIAN BRUMMER

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Mozart in Moskau


Wolfgang Amadeus Mozart fragt sich, warum er der ist, der er ist – ein berühmter Komponist. Wäre es nicht spannender, ein wilder Kosake zu sein? Während er in Begegnungen mit seinen schon verstorbenen Geschwistern dazu ermutigt wird, seine Träume zu verfolgen, lassen ihn seine vielen Aufgaben, sein Diener, der nur andere Mädchen im Kopf hat, und seine Unentschiedenheit zwischen der feurigen Aloisia und der beständigen Constanze verzweifeln. Doch als die Großherzogin Poegatsjow kommt, um ihn an den Hof der Zarin von Russland zu holen, sieht er seine Chance gekommen: Endlich kann er seine Träume wahr werden lassen, sich für eine Freundin entscheiden und die ersehnte Stelle als Hofkomponist bekommen. Dafür schreibt er schnell ein neues Stück: Eine wilde Kosakenoper! Mozart in Moskau ist ein musikalisches Roadmovie für Sängerinnen, Sänger, einen Schauspieler, eine Puppenspielerin und ein Instrumentalensemble. Bekannte Arien aus Mozarts Opern verweben sich in neuen Arrangements mit dem Text des Autors Ad de Bont, der erstmals für die Junge Oper Mannheim schreibt. Für den Höhepunkt hat Kurt Schwertsik, bekannt für seine humorvollen Kompositionen, eine neue Minioper komponiert.

(Text: Nationaltheater Mannheim)

Mit: Astrid Kessler/Constanze Kirsch, Ludovica Bello, Andreas Beinhauer/Nikola Diskic, Christian Sturm, Birte Hebold, Regie: Daniel Pfluger, Musikalische Leitung: Lorenzo Di Toro, Bühne: Tessa Veronika Janus, Kostüme: Janine Werthmann


Der Thaiboxer


Die Geschwister Hank und Elja betreiben einen Thaiboxclub. Ihr bester Schüler Boris hat den Alt-Champion Tom herausgefordert. Sein Vater taucht auch immer wieder im Club auf und ringt um Nähe. In sechs Runden kämpfen zwei Geschwisterpaare, ein Vater und ein Freund um Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Der Tag des großen Fights rückt näher und alle ahnen, dass dieser Kampf ihr Leben verändern wird.

Dem niederländischen Autor Ad de Bont wurde für Der Thaiboxer 2012 der Jugendtheaterpreis des Landes Baden- Württemberg verliehen. Ausgezeichnet wurde ein „Stück Jugendtheaterliteratur, die brennt und mit ihrem Flackern den jungen Zuschauern von den vielen Räumen erzählt, in denen sich ihr Leben abspielen wird.“ In Der Thaiboxer trifft körperliche Kraft auf Sprachgewalt, denn Ad de Bont lässt jede Figur in Liedern ihr Innerstes erforschen, die Dialoge spiegeln die Wettkampfregeln und die Bühne wird zum Boxring.

(Text: Nationaltheater Mannheim)

Mit: Mathias Wendel, Uwe Topmann, Simone Oswald, David Benito Garcia, Cedric Pintarelli, Regie: Andrea Gronemeyer, Musik: Markus Reyhani, Bühne: Christian Thurm, Kostüm: Eva Roos


Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone


Christopher kennt alle Primzahlen bis 7507, mag Mathe, Ordnung und die Polizei; Überraschungen verabscheut er und Metaphern versteht er nicht. Als er den Nachbarshund sieben Minuten nach Mitternacht durch eine Forke erstochen auf dem Rasen findet, beschließt er, den Mörder zu finden. Seine Detektivarbeit führt ihn zwangsläufig zu fremden Menschen und ihren Gefühlen. Mit Beidem kann sein 100%iger Logikverstand allerdings schlecht umgehen. Trotzdem gibt er nicht auf. Schließlich klärt er nicht nur das Rätsel des ermordeten Hundes, sondern auch noch familiäre Mysterien auf.

Mark Haddons Jugendbuch Supergute Tage von 2003 berührt weltweit seine jungen und erwachsenen Leser durch Wärme, Witz und Klugheit. Der aufregende Weg des Asperger- Autisten Christopher vom Kind zum Jugendlichen führt über Klippen, die ganz normal sind: getrennte Eltern, Ärger mit dem unflexiblen Schulsystem und Verboten, die umgangen werden müssen. Der renommierte Dramatiker Simon Stephens hat Haddons Buch für das Londoner National Theatre bearbeitet. Über die Uraufführung im August 2012 schrieb The Independent »Ein anrührender Abend über das Erwachsenwerden und zersplitterte Familien«.

(Text: Nationaltheater Mannheim)

Mit: Maike Wehmeier, Simone Oswald, Uwe Topmann, David Benito Garcia, Cedric Pintarelli, Claudia Lietz, Sebastian Brummer,  Regie: Marcelo Diaz, Musik: Markus Rehany, Bühne: Christian Thurm, Kostüme: Eva Roos